Zeulenroda Stadtgeschichte

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Zeulenroda-Triebes ist eine Kleinstadt im Osten Thüringens im Landkreis Greiz, die direkt an der Grenze zu Sachsen liegt. 2006 erfolgte die Zusammenlegung beider Gemeinden. Zeulenroda wurde 1325 erstmals als "Zu Ulenrode" in einer Urkunde erwähnt, Triebes bereits 1209. Durch die günstige Verkehrslage an der Kreuzung Weida - Hof und Triptis - Elsterberg entwickelte sich die Siedlung zu einem lebhaften Marktort. Von hier wurde der Verkehr aus Böhmen und Franken nach Norden geführt. 1438 erhielt Zeulenroda das Stadtrecht. Im Jahr 1500 fiel Zeulenroda als Mitgift an die Herrschaft Reuß-Greiz. Erst nach dem Dreißigjährigem Krieg kam mit der Einführung der Zeugmacherei und später, um 1700, die Strumpfwirkerei, ein gewisser Wohlstand auf. Die zur Strumpfherstellung benötigten technisch komplizierten "Handrösschenstühle" wurden in Zeulenroda gebaut und stellen den Anfang des Maschinenbaues dar. Die Innungsgründung der Strumpfwirker erfolgte im Jahr 1744. Um 1750 entwickelte sich Zeulenroda zu einer Hochburg der Strumpfwirkerei. Zeulenrodaer Strümpfe erlangten Ende des 18. Jahrhunderts und noch mehr im 19. Jahrhundert Weltruf. Daneben gewann das Tischlerhandwerk, die Gummiwirk- und Strickwarenfabrikation sowie die Herstellung von Trikotagen zunehmend an Bedeutung. Erst nach den letzten großen Bränden 1790 und 1818 entstanden die Grundzüge der heutigen Ortsansicht. 1820 wurde die Stadtkirche - Dreieinigkeitskirche gebaut, deren Altargemälde "Grablegung Christi" von dem einheimischen Künstler Professor Ehrengott Grünler (1797 - 1881) stammt. Nach Plänen des Strumpfwarenverlegers Christian Heinrich Schopper (1787 - 1864) erbaute man von 1825 bis 1827 das Zeulenrodaer Rathaus im klassizistischen Stil. Auf dem Turm des Rathauses befindet sich eine Statue der Themis. Die Kirche am Friedhof "Zum heiligen Kreuz" ist aus einer Straßenkapelle des 13. Jahrhunderts hervorgegangen. Sie wurde in ihrer heutigen Form 1885 ausgebaut.1952 wurde Zeulenroda Kreisstadt. Man versucht der Stadt ihren Charakter als Thüringer Kleinstadt zu erhalten, Altes und Neues soll sich in Harmonie vereinen. Die wegen ihrer Lage auch Stadt auf der Höhe genannte ehemalige Kreisstadt hat derzeit rund 17.000 Einwohner.
 
Karpfenpfeiferlegende
 
Nach einer Legende mussten einmal Zeulenrodaer den fürstlichen Herren in Greiz helfen, den Schlossteich abzufischen. Zum Lohn wurden sie am Abend zum Karpfenessen eingeladen. Da aber die Greizer Karpfen wegen der verschmutzten Teiche nach Schlamm schmeckten und sie den Zeulenrodaern, die für ihre guten Karpfen aus den eigenen Teichen bekannt waren, nicht mundeten, machte einer von ihnen seinem Unmut Luft. Er stand auf und rief: „Wir pfeifen auf eure Karpfen!“ Seit diesem Tage tragen die Zeulenrodaer Bürger den Spitznamen „Karpfenpfeifer“.
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